trust the toad
hier mal meine gedanken und eindrücke zu “The Brothers Grimm”. vorweg danke an eine kleine unbedeutende firma namens H&M, die mir mit einer unsagbar schlechten, vor kitsch triefenden (jajaa, das war wohl absicht.. aber es muss ja nicht gleich sämtlichen sinnesorganen die schuhe ausziehen!) und penetrant laaangen version von romeo & julia den gesamten werbeblock versaute. ich hoffe mal für diese furiose verschwendung von geldern müssen sämtliche beteiligten praktikanten ihren hut nehmen - selbst ein schiff voller affen hätte diesen auftrag besser hinbekommen..
nun gut, der eigentliche film ist eine achterbahnfahrt durchs späte 18. jahrhundert und zeigt die gebrüder grimm aka heath ledger und matt damon wie sie durch deutsche lande reisen und hexen, dämonen etc. den garaus machen. also quasi die ghostbusters des thüringer waldes - nur, dass sie eben keine wirklichen geister vertreiben, sondern alles ein abgekartertes spiel ist. ein französischer general ertappt die beiden bei ihrem treiben und zwingt sie, in einem fall verschwundener kinder zu ermitteln. mehr soll hier zur story auch gar nicht verraten werden. das ganze ist in etwa “sleepy hollow” - minus der düsteren ader tim burtons und - plus sämtlicher anleihen der märchen erwähnter brüder und gags wie sie in etwa aus “shrek” bekannt sind.
die rollen sind sehr gut besetzt - hervorzuheben ist peter stormare (vielen sicherlich bekannt als der ‘ruhigere’ der beiden entführer aus “fargo”) mit einem sehr schönen italienischen akzent und - eine kleine, aber feine nebenrolle für monica bellucci, die sich endlich mal von ihrer bösen seite zeigen darf.
die austattung ist sehr gut gelungen, es passt alles .. von den kostümen bis zur innenausstattung der sets und einem schönen “märchenwald”.
fazit: uneingeschränkt empfehlenswert, für absolute grimm-märchenmuffel bietet die story noch genügend knallefekte, rollende köpfe und schmierigen humor.